Die Blätter färben sich langsam bunt, fallen von den Bäumen. Die Tage werden kürzer und die Abende spürbar kühler. Der Herbst bricht an. Für Igel wird es nun höchste Zeit, sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Eine ordentliche Portion Fett sollten sie sich schon angefressen haben um den Winter über davon zu zehren. Jetzt muss noch ein passendes Winterquartier gefunden werden.

Um sich vor der Kälte zu schützen verkriechen sich Igel in natürlichen Unterschlüpfen wie z.B. in Erdmulden, unter Hecken oder in Laubhäufen. Auch Holzstapel oder ein gemütliches Plätzchen unter einem Gartenhäuschen können ein toller Unterschlupf sein.

Igel beziehen immer häufiger Quartiere in Gärten oder Parks, da Wiesen mit ein paar Bäumen und Sträuchern ihr bevorzugter Lebensraum sind. Igel leben nicht im Wald, wie viele denken. Genauso wenig gefallen ihnen monotone Landschaften. Eine Wiese mit hohem Gras, ein paar Bäume und vor allem Sträucher um sich darunter zu verstecken sind perfekt. Denn Igel leben am Boden und sie lieben es trocken.

Den Igel gibt es schon seit etwa 35 Millionen Jahren. Er gehört zu den ältesten Säugetieren der Erde, das sogar die Eiszeit überlebt hat. Igel sind nachtaktive Tiere, die für gewöhnlich lange Strecken laufen und sich trotz ihrer schlechten Augen sehr gut zurecht finden. Sie erstellen sich quasi eine Art Landkarte im Kopf und merken sich Verstecke, Schlupföcher und Futterstellen. Lange Barthaare, ähnlich wie sie auch Katzen haben, helfen ihnen dabei. Ihre Beute können Igel sehr gut riechen und auch hören. Tagsüber ist dann für gewöhnlich schlafenszeit.

Igel sind nachtaktive Tiere. Tagsüber benötigen sie ein ruhiges Plätzchen um schlafen zu können. Oft verstecken sie sich in hohem Gras oder in Gebüschen. Auch Laub- oder sogar Komposthaufen sind hervorragende Verstecke. Aber nicht nur zum schlafen sondern auch um den Nachwuchs aufziehen und für die Überwinterung ist ein Rückzugsort sehr wichtig.

Der Igel gehört zu den Tieren, die einen Winterschlaf halten. Dabei ist er der einzige unter den Insektenfressern. Bevor es jedoch soweit ist muss im Sommer einiges an Gewicht zugelegt werden von dem sie den Winter über zehren können. So gehen sie also nachts auf die Jagd und fressen sich durch die Gärten der Nachbarschaft, tagsüber wird geschlafen.

Was Igel, die in Freiheit leben, fressen hängt vor allem von dem Nahrungsangebot in ihrer Umgebung ab. Grundsätzlich sind Igel Fleischfresser. Um gut versorgt zu sein benötigen sie eiweiß- und fettreiche Nahrung sowie unverdauliche Ballaststoffe, die für eine gute Verdauung sorgen. Ein erwachsener Igel braucht mindestens 100g hochwertige Nahrung am Tag.

Im Herbst oder Spätherbst kann es immer wieder vorkommen, dass Igel krank oder schwach aufgefunden werden. Jemand, der sich mit Igeln nicht auskennt, kann nicht wissen was in diesem Fall zu tun ist. Woran ist denn überhaupt zu erkennen, dass ein Igel Hilfe braucht? Im Zweifel ist es dann immer besser, man benachrichtigt eine sogenannte Igelstation. Denn es gibt viel zu beachten und auch der Gesetzgeber schützt den Igel in besonderem Maße, sodass einiges auch gar nicht erlaubt ist und mit erheblichem Bußgeld geahndet wird. 

In den letzten Jahren hat die hilfsbereitschaft der Menschen gegenüber den Igeln stark zugenommen. Zunächst einmal ist es super, dass so viele Menschen den Igeln helfen wollen, da wir schließlich auch für viele tote Igel verantwortlich sind. Der Igel ist leider Verkehrsopfer nummer eins. Und nicht nur das, viele sterben auch durch Mähdrescher oder sonstige Maschinen. Denn Igel verstecken sich gerne in hohem Gras. Doch.....