Blattläuse können einen ziemlich großen Schaden an Pflanzen anrichten. Nicht nur, dass sie die Pflanze aussaugen, sie sind auch Überträger von Pflanzenviren. Daher sind sie auch nicht nur für Hobbygärtner sondern sogar in der Landwirtschaft ein echtes Problem.

Die kleinen Tierchen lieben den Saft der Pflanze, an den sie mit Hilfe ihres Saugrüssels heran kommen. Sie stechen gezielt in ein Leitbündel und saugen aus der Pflanze den sogenannte Phloemsaft. Ausgeschieden wird dann der Honigtau, der einen klebrigen Film auf der Pflanze zurück lässt. 

Ameisen lieben diesen Honigtau und schützen daher die Blattläuse vor Fressfeinden. Mehr noch, sie halten sich die Läuse quasi wie Milchkühe. Aber auch andere Insekten wie beispielsweise Bienen und Wespen nutzen den Honigtau als Nahrungsquelle. Bleibt der klebrige und zuckerhaltige Honigtau auf der Pflanze und wird nicht von Insekten abgeerntet, kann es schnell zur Ansiedlung von Schwärzepilzen führen. Die Photosynthese der Pflanze kann dadurch beeinträchtigt werden.

Behandelt man die Pflanze mit chemischen Pflanzenschutzmitteln könnte der Honigtau dazu beitragen, dass die Insekten, die sich davon ernähren, sterben. Und ein Insektensterben ist etwas, das wir gar nicht wollen! Wir brauchen diese kleinen (wenn auch etwas nervigen) Tierchen ganz dringend! Sie sind Nützlinge.