Viele von euch sehen sie am Abend wild durch die Lüfte sausen, und doch wissen die meisten recht wenig über diese nützlichen Tierchen. Sie werden oft als Blutsauger dargestellt, und ein mancher hat sogar Angst vor ihnen. Aber was steckt wirklich hinter diesen geheimnisvollen Wesen? In diesem Artikel geht es um die versteckten Helden in unserem Garten – die Fledermäuse.

Vor einigen Jahren wusste ich selbst noch recht wenig über diese Tiere, bis ich durch Zufall meine Leidenschaft für die Höhlenforschung entdeckt habe. Als Höhlenforscher geht es einen oft gleich wie den Fledermäusen. Man wird als Außenseiter angesehen. So heißt es dann immer: „Man muss schon sehr verrückt sein, dass man sich freiwillig in Gefahr begibt!“ Das mag vielleicht zu einem kleinen Teil auch stimmen, doch für mich persönlich zahlt sich dieses Risiko allemal aus.

Es ist das atemberaubende Gefühl, Orte zu entdecken, an denen vorher noch kein Mensch dieser Erde war. Alleine der Gedanke, dass schon mehr Menschen auf dem Mond waren, als an einem dieser verborgenen Orte unserer Erde, ist ein Grund dafür. Die Höhlenforschung befasst sich aber auch mit Dingen die durchaus sinnvoll sind. So wurden durch die Höhlenforschung etwa zahlreiche, bis dato unbekannte, Bakterienstämme gefunden, die heute sogar der Krebsforschung dienen.

Weiters ist die Erforschung der unterirdischen Gänge für die Wasserversorgung zahlreicher Städte von Bedeutung. Am meisten faszinieren mich aber die Tiere, die in diesen finsteren Hohlräumen wohnen. Jährlich nehme ich im Winter an zahlreichen Fledermausquartierzählungen in Höhlen teil, und konnte mir so ein umfangreiches Wissen über diese nützlichen Tiere aneignen.

FliegendeFledermaus
Fledermaus2
 

Warum sind Fledermäuse im Garten nützlich?

Zur Beruhigung: Es gibt nur vier blutsaugende Fledermausarten die allesamt ausschließlich in Amerika leben. Unsere heimischen Fledermausarten ernähren sich hingegen von Insekten. Dazu gehören eine Vielzahl von Käfer und Larven. Fledermäuse helfen somit Ernteausfälle im Gemüsegarten und unschöne Fraßspuren an Zierpflanzen zu vermeiden. Fledermausarten wie die Zwergfledermaus halten einem auch die besonders nervige Stechmücke vom Hals. Eine Zwergfledermaus frisst am Tag zwischen 1500 und 3000 Mücken! Für den Garten auch sehr nützlich ist der Fledermauskot. Diesen kann man als Biodünger für sein Gemüsebeet verwenden, da er reich an Stickstoff, Phosphor und Mineralien ist. Fledermauskot findet man in großen Mengen in Wochenstubenquartieren. Dort bringen Fledermäuse ihre Jungen zur Welt und ziehen diese groß. Meist finden sich Wochenstuben unter den Dächern von Häusern, Kirchen und alten Scheunen.

 

Was kann ich machen, damit mehr Fledermäuse in meinen Garten kommen?

FledermauskastenUm Fledermäuse in seinen Garten zu locken, kann man Pflanzen setzen die viele Insekten anlocken. Hierzu zählen sämtliche Pflanzen deren Blüten weiß, rosa, violett oder rot sind.

Zudem sollte man den Fledermäusen eine Schlafmöglichkeit bieten. Hierfür gibt es Fledermauskästen, welche man einfach an einem Baum oder der Hauswand befestigen kann. Mit einem Tuch welches man unter dem Fledermauskasten platziert, kann man wiederum den nützlichen Fledermauskot aufsammeln.

Mehr Tipps zum Thema Fledermauskasten, und Informationen wie man Fledermauskot am besten im Garten verwendet, findest du auf dieser Fledermauskasten-Website.

Auf der Website steht im Blog auch ein Artikel bereit, wie man einen fledermausfreundlichen Garten anlegt, und welche Pflanzen sich dafür eignen. 

Ein Beitrag von Leo Pichler - vielen Dank für den Einblick in die Welt der Fledermäuse

 

 

 

 

 

 

Hast Du schon mal Fledermäuse im Garten oder anderswo beobachtet? Das würde mich sehr interessieren. Ich freue mich auf einen Kommentar von Dir.

 

 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren